Neurostress

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Frau Krämer, Sie verwenden u. a. auf Ihrer Homepage den Begriff Neurostress und nicht Burnout-Syndrom. Können Sie uns erklären, warum?
Das Krankheitsbild Burnout ist wissenschaftlich immer noch nicht überall anerkannt und gilt weiterhin nach dem internationalen Diagnoseschlüssel (ICD-10) als ein Problem der Lebensbewältigung. Sicher ist, dass eine Vielzahl von Störungen im körperlichen, emotionalen und geistigen Bereich oftmals durch Stress ausgelöst werden oder enorm verstärkt werden. Allerdings wird der Begriff „Burnout“ dem, was mit dem Patienten passiert und wie es ihm geht, auch nicht gerecht.

Beim Neurostress betrachtet man zu erst einmal die rein körperlichen Aspekte, denn viele Beschwerden, wie z. B. Herzrasen, Schlafstörungen, Gewichts- Zu- oder -Abnahme, werden durch unsere Hormone hervorgerufen. Durch Laboruntersuchungen der Neurotransmitter im Speichel, Urin oder Blut des Patienten bekomme ich ein genaues Bild, was bei dem Patienten im Ungleichgewicht ist und wie ich ihm am Besten helfen kann.

Welche Rolle spielt dabei die Laboruntersuchung?
Für mich ist die Laboruntersuchung eine wichtige Ergänzung, denn innerhalb der hormonellen körperlichen Stressreaktionen gibt es viele unterschiedliche Formen. So sieht, z. B. die körperliche Reaktion bei einem Überwiegen von Adrenalin ganz anders aus, als bei einer Minderproduktion von Cortisol. Aus diesem Grund gibt es für mich auch nicht DAS Burnout-Syndrom, sondern unzählig verschiedene Ausprägungen, je nachdem welcher Neurotransmitter bzw. welche Stressachse verändert ist. Hinzu kommt, dass meine Patienten oftmals erleichtert sind, dass sie nun auch einen Laborbefund haben und somit eine Erklärung für ihre Beschwerden.

Wie sieht dann die Therapie aus?
Im Sinne der ganzheitlichen Medizin, gibt es meistens mehrere Therapieansätze. Zum einen werden die Beschwerden direkt gelindert, z. B. durch die Gabe der Vorstufen der Neurostransmitter oder deren Cofaktoren. Des weiteren wird natürlich auch nach den Ursachen geschaut, wie konnte es überhaupt so weit kommen und wie kann man dies in Zukunft verhindern. Idealerweise wird das ganze dann durch ein Stressmanagement oder ein Coaching ergänzt, sowie auch durch eine gesunde Lebensführung.

Entfällt dadurch die psychotherapeutische Behandlung?
Dies ist pauschal schwer zu beantworten. Es kann sein, dass durch die frühzeitige Erkennung mit Hilfe des Neurostress-Profils schon präventiv der Ausbruch eines Burnout-Syndrom verhindert werden kann und eine Psychotherapie erst einmal nicht notwenig ist.

In anderen Phasen der Erkrankung ist die Psychotherapie oft notwenig, damit der Patient versteht, wie es dazu kommen konnte und wie er dies in Zukunft vermeiden kann. Zusätzlich kann allerdings hier die begleitende naturheilkundliche Behandlung dabei enorm unterstützend wirken, in dem der Patient z. B. endlich einmal wieder entspannt durchschläft oder das ständige Herzrasen aufhört.

Viele meiner Patienten waren bereits in guter psychotherapeutischer Behandlung, fanden jedoch nicht mehr zu ihrem früheren Wohlbefinden oder ihrer Leistungsfähigkeit zurück, weil die körperlichen Ursachen in ihrer Behandlung vernachlässigt wurden. Mit Hilfe des Neurostess Profils und eines darauffolgenden individuellen Therapiekonzepts konnte ich meinen Patienten wieder zu mehr Lebenslust und Aktivität verhelfen.

Bei welchen Berufsgruppen lassen sich „Neurostress-Erkrankungen“ finden?
Neurostress kann man in allen Berufsgruppen finden, jedoch vor allem bei Personen mit einem hohen tagtäglichen Stressaufkommen und in Extremsituationen. So haben ich viele Piloten und Polizisten in meiner Praxis, aber auch Personen aus anderen Berufsgruppen. Allerdings ist es wichtig, dass wir Menschen, die beruflich extremem Stress ausgesetzt sind, die Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung aufzeigen – denn die Diagnose „Burnout“ bedeutet oftmals das Ende der Karriere.

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